Tauche ein in die faszinierende Geschichte und Gegenwart des Alten Elbtunnels! Dieser Blogpost nimmt dich mit auf eine Reise durch Hamburgs Ingenieursmeisterwerk, das seit über einem Jahrhundert die Elbe unterquert. Erfahre alles über seine Bedeutung für die Stadt, die aktuellen Entwicklungen rund um die Sanierung und entdecke, warum ein Spaziergang durch den ‚St. Pauli Elbtunnel‘ ein unvergessliches Erlebnis ist. Wir geben dir außerdem Tipps für deine Tour und verraten, welche Highlights dich an beiden Ufern erwarten.
Hamburg, du Perle des Nordens! Du bist bekannt für deinen Hafen, die Speicherstadt und natürlich die Elbe, die sich majestätisch durch die Stadt schlängelt. Doch tief unter ihren Wellen verbirgt sich ein wahres Wunderwerk der Ingenieurskunst, das seit über 100 Jahren Menschen und Geschichte verbindet: der Alte Elbtunnel. Auch liebevoll St. Pauli Elbtunnel genannt, ist er weit mehr als nur eine Passage. Er ist ein Denkmal, ein Erlebnis und ein Zeugnis hanseatischer Innovationskraft. Wenn du dich fragst, was es Neues gibt, wenn du den Alten Elbtunnel zu Fuß erkunden möchtest, bist du hier genau richtig. Begleite uns auf eine Reise in die Tiefe und entdecke, warum dieser historische Tunnel immer noch ein absolutes Highlight für jeden Hamburg-Besuch ist.
Key Facts zum Alten Elbtunnel
- Eröffnung: Der Alte Elbtunnel wurde am 7. September 1911 feierlich eröffnet und war seinerzeit eine technische Sensation.
- Länge & Tiefe: Er erstreckt sich über 426,5 Meter unter der Elbe und liegt an seiner tiefsten Stelle etwa 24 Meter unter der Wasseroberfläche.
- Zweck: Ursprünglich wurde er gebaut, um Hafenarbeitern einen schnellen Weg zwischen den St. Pauli-Landungsbrücken und dem Hafengebiet in Steinwerder zu ermöglichen und den wachsenden Verkehrsproblemen zu begegnen.
- Zugang: Fußgänger und Radfahrer können den Tunnel rund um die Uhr kostenlos nutzen. Die historischen hydraulischen Fahrkörbe sind ein Erlebnis für sich und befördern dich in die Tiefe.
- Denkmalschutz: Seit 2003 steht das Bauwerk unter Denkmalschutz und wurde 2011 als „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ ausgezeichnet.
- Architektur: Die beiden gekachelten Röhren sind mit kunstvollen Majolika-Reliefs verziert, die Wassertiere und volkstümliche Motive zeigen, was ihm einen unverwechselbaren Charme verleiht.
- Sanierung: Die Weströhre wird seit 2019 umfassend saniert. Die Oströhre wurde bereits erneuert, der Autoverkehr ist jedoch bis auf Weiteres eingestellt.
Ein Meisterwerk der Ingenieurskunst und seine Geschichte
Stell dir vor, es ist das frühe 20. Jahrhundert. Der Hamburger Hafen boomt, expandiert rasant und immer mehr Arbeiter müssen täglich die Elbe überqueren, um zu den Werften in Steinwerder zu gelangen. Fähren sind oft überlastet, und eine Brücke würde den Schiffsverkehr behindern. Was tun? Die Lösung war revolutionär: Ein Tunnel unter dem Fluss! Der Bau des Alten Elbtunnels, offiziell St. Pauli Elbtunnel, begann 1907 und war eine gigantische Herausforderung. Arbeiter mussten unter Druckluft in einer Tiefe von fast 24 Metern arbeiten, um die beiden Röhren zu graben. Es war eine Pionierleistung, die neue Maßstäbe im Tunnelbau setzte und Hamburg eine zukunftsweisende Verbindung bescherte.
Die Eröffnung im Jahr 1911 war ein Ereignis, das die Welt staunen ließ. Der Tunnel war nicht nur funktional, sondern auch architektonisch ein Schmuckstück. Die Eingangsgebäude mit ihren markanten Kuppeln und die liebevoll gestalteten Keramikreliefs im Inneren – von Fischen bis zu Ratten – zeugen noch heute von der Detailverliebtheit und dem Stolz der Erbauer. Er war ein Symbol für den Fortschritt und die Ingenieurskunst seiner Zeit und hat sich seinen Status als „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ redlich verdient.
Dein Erlebnis: Der Alte Elbtunnel zu Fuß
Egal, ob du als Hamburger oder als Besucher unterwegs bist: Den Alten Elbtunnel zu Fuß zu durchqueren, ist ein Muss! Es ist ein einzigartiges Gefühl, in die Tiefe zu fahren – entweder mit den beeindruckenden, über hundert Jahre alten hydraulischen Fahrkörben oder über die Treppen. Unten angekommen, tauchst du in eine andere Welt ein. Die kühle, leicht feuchte Luft, das gedämpfte Licht, das auf die glänzenden Kacheln fällt, und die leisen Schritte der anderen Passanten schaffen eine ganz besondere Atmosphäre. Es ist eine Zeitreise, ein Moment der Ruhe im sonst so geschäftigen Hamburg.
Die 426,5 Meter lange Strecke durch die gekachelten Röhren ist nicht nur ein Spaziergang, sondern eine kleine Expedition. Du kannst die filigranen Reliefs an den Wänden bewundern und dir vorstellen, wie hier einst tausende Hafenarbeiter täglich ihren Weg zur Arbeit antraten. Gerade an heißen Sommertagen ist der Tunnel eine willkommene Abkühlung, da die Temperatur selten über 20 Grad steigt. Dieses historische Bauwerk, das heute eine beeindruckende Bewertung von 4.7 Sternen bei über 37.000 Rezensionen auf Google Maps hat, zieht jährlich über eine Million Besucher an und bietet ein unvergleichliches Erlebnis.
Aktueller Stand und Ausblick: Sanierung und Nutzung
Ein Bauwerk dieses Alters bedarf natürlich ständiger Pflege. Seit 1994 wird der Alte Elbtunnel umfangreich saniert, um ihn für zukünftige Generationen zu erhalten. Die Oströhre wurde bereits mit großer Sorgfalt und Liebe zum Detail erneuert, wobei historische Elemente wie 104 Lampen und 80 Keramikplatten originalgetreu wiederhergestellt wurden. Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten auf die Weströhre, die seit Juni 2019 saniert wird. Aus diesem Grund ist der Tunnel bis auf Weiteres für den Autoverkehr gesperrt. Doch keine Sorge: Für Fußgänger und Radfahrer ist der Weg durch die geöffnete Röhre weiterhin frei und kostenlos – und das 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.
Diese Sanierungen sind entscheidend, um die Bausubstanz zu sichern und das technische Denkmal zu bewahren. Es ist ein komplexes Unterfangen, das höchste handwerkliche Präzision erfordert, wie die Abdichtung von über 37 Kilometern Fugen und die Erneuerung von 200.000 Niet- und Schraubverbindungen zeigen. Die Stadt investiert hier in ein Stück ihrer Seele, damit wir alle auch weiterhin dieses einzigartige Stück Hamburg erleben können.
Rund um den Tunnel: Highlights an den Elbufern
Dein Abenteuer durch den Alten Elbtunnel zu Fuß beginnt und endet an zwei spannenden Orten. Auf der Nordseite bist du direkt an den berühmten St. Pauli Landungsbrücken. Dieser lebendige Knotenpunkt am Hafen ist nicht nur der Ausgangspunkt für unzählige Hafenrundfahrten und Fährverbindungen, sondern auch ein Ort zum Flanieren, Schiffe beobachten und die maritime Atmosphäre genießen. Mit einer beeindruckenden Bewertung von 4.7 Sternen ist es ein absolutes Highlight für Besucher und Einheimische gleichermaßen, die das geschäftige Treiben und den Blick auf die Elbe lieben. Hier findest du auch zahlreiche Restaurants und Cafés, die zum Verweilen einladen. Vielleicht möchtest du ja im Anschluss eine Historische Hafenrundfahrt Hamburg unternehmen, um den Hafen aus einer anderen Perspektive zu erleben?
Nur einen Katzensprung von den Landungsbrücken entfernt, lockt das charmante Portugiesenviertel. Bekannt für seine authentischen portugiesischen und spanischen Restaurants, ist es der perfekte Ort, um nach deiner Tunneldurchquerung bei Tapas, frischem Fisch und einem Glas Wein den Tag ausklingen zu lassen. Die engen Gassen und der Duft von Knoblauch und Meeresfrüchten versetzen dich direkt in den Süden Europas.
Auf der südlichen Elbseite, in Steinwerder, erwartet dich nach dem Verlassen des Tunnels ein weiteres Highlight: der Aussichtspunkt Steinwerder. Von hier aus genießt du ein atemberaubendes Panorama auf die Hamburger Skyline. Die majestätische Elbphilharmonie, die Speicherstadt und die Landungsbrücken präsentieren sich hier in ihrer vollen Pracht – ein Traum für jeden Fotografen und eine perfekte Kulisse für unvergessliche Erinnerungsfotos. Dieser Aussichtspunkt, der mit 4.6 Sternen bewertet wird, ist rund um die Uhr zugänglich und bietet einen spektakulären Blick auf das pulsierende Herz Hamburgs. Von hier aus kannst du auch die moderne Architektur der Hafencity Hamburg bewundern.
Fazit
Der Alte Elbtunnel ist und bleibt ein unverzichtbarer Teil Hamburgs. Er ist ein technisches Meisterwerk, ein historisches Denkmal und ein Ort, der die Geschichte der Stadt greifbar macht. Auch wenn die Sanierungsarbeiten noch eine Weile andauern und der Autoverkehr ruht, ist der Gang durch den Alten Elbtunnel zu Fuß ein Erlebnis, das du dir nicht entgehen lassen solltest. Es ist eine Reise in die Vergangenheit, eine Abkühlung im Sommer und ein fantastischer Ausgangspunkt, um die vielfältigen Facetten Hamburgs an beiden Elbufern zu erkunden. Pack deine Kamera ein, schnür deine Schuhe und tauche ein in dieses einzigartige Unterwasser-Abenteuer. Der Alte Elbtunnel wartet darauf, von dir entdeckt zu werden!
FAQ
Ist der Alte Elbtunnel noch für Fußgänger geöffnet?
Ja, der Alte Elbtunnel ist für Fußgänger und Radfahrer weiterhin rund um die Uhr kostenlos geöffnet. Lediglich der Autoverkehr ist aufgrund der laufenden Sanierungsarbeiten bis auf Weiteres eingestellt.
Was macht den Alten Elbtunnel so besonders?
Der Alte Elbtunnel ist ein historisches Meisterwerk der Ingenieurskunst, das 1911 eröffnet wurde und die erste Flussuntertunnelung des europäischen Kontinents darstellte. Seine historischen Fahrkörbe, die gekachelten Röhren mit kunstvollen Reliefs und die einzigartige Atmosphäre machen ihn zu einem unvergesslichen Erlebnis. Zudem bietet der Aussichtspunkt in Steinwerder einen fantastischen Blick auf die Hamburger Skyline.



