Das Museum für Hamburgische Geschichte wird bis voraussichtlich Ende 2028 umfassend modernisiert. Für 101 Millionen Euro entsteht ein barrierefreies, interaktives Museum mit neuer Gastronomie und direkter Anbindung an Planten un Blomen. Die Neugestaltung verbindet Hamburgs Historie mit aktuellen Themen wie Migration und Kolonialismus und bietet innovative Einblicke in die Lebenswelten der Hamburger. Ein zukunftsweisendes Projekt für alle, die Hamburgs Seele entdecken möchten.
Hamburg, du wunderbare Stadt voller Geschichte und Geschichten! Wenn du durch die Gassen schlenderst, am Hafen das maritime Flair genießt oder in der Speicherstadt die alten Mauern bewunderst, spürst du es überall: Diese Stadt hat eine Seele, geprägt von Jahrhunderten des Handels, der Seefahrt und des Wandels. Und genau diese Seele wird bald noch lebendiger und zugänglicher, denn das Museum für Hamburgische Geschichte am Holstenwall, eine echte Institution in unserer Hansestadt, erfindet sich gerade komplett neu. Es ist ein Projekt, das die Herzen aller Hamburg-Liebhaber höherschlagen lässt und uns gespannt in die Zukunft blicken lässt. Mach dich bereit für eine Zeitreise der besonderen Art, die bald in einem völlig neuen Gewand erstrahlt!
Key Facts zur Modernisierung
Das Museum für Hamburgische Geschichte steht vor einer Transformation, die es zu einem noch wichtigeren Ankerpunkt für die Stadtgeschichte machen wird. Hier sind die wichtigsten Fakten, die du kennen solltest:
- Umfassende Modernisierung: Es handelt sich um eine komplette inhaltliche und bauliche Neugestaltung, nicht nur um eine Auffrischung.
- Dauer der Schließung: Das Museum ist seit Anfang 2024 vollständig für Besucher geschlossen. Die Dauerausstellung wurde bereits im Februar 2023 ausgeräumt.
- Wiedereröffnung: Die Wiedereröffnung ist voraussichtlich für Ende 2028 geplant.
- Investition: Das Projekt verschlingt stolze 101 Millionen Euro, die von der Freien und Hansestadt Hamburg (83 Mio. €) und dem Bund (18 Mio. €) getragen werden.
- Ziele: Das Museum soll barrierefreier, inklusiver, zugänglicher, verständlicher, energieeffizienter, digitaler und partizipativer werden.
- Neue Architektur: Hoskins Architects aus Berlin und Glasgow gestalten das Innere mit ungewöhnlichen Blickachsen und einer modernen Ästhetik neu.
- Inhaltliche Neuausrichtung: Historische Themen werden mit aktuellen Fragestellungen wie Migration und Kolonialismus verknüpft, um eine multiperspektivische Sicht auf Hamburgs Geschichte zu ermöglichen.
- Öffnung zur Stadt: Das Museum öffnet sich stärker zur angrenzenden Parkanlage Planten un Blomen, inklusive neuer Gastronomie mit Terrasse.
Eine Vision für die Zukunft: Mehr als nur Mauern
Stell dir vor, du betrittst ein Museum und wirst nicht nur mit staubigen Exponaten konfrontiert, sondern tauchst ein in eine lebendige Erzählung. Genau das ist die Vision hinter der umfassenden Modernisierung des Museums für Hamburgische Geschichte. Seit seiner Gründung 1908 und Eröffnung 1922 hat das imposante Gebäude von Fritz Schumacher unzählige Geschichten bewahrt. Jetzt, über hundert Jahre später, ist es Zeit für eine Generalüberholung, die das Museum fit für die nächsten Generationen macht. Es geht darum, Hamburgs Entwicklung von der Stadtgründung bis heute nicht nur zu zeigen, sondern erlebbar zu machen. Themen wie Migration, die seit jeher ein prägender Faktor Hamburgs sind, oder die Aufarbeitung von Kolonialismus und Postkolonialismus werden sich wie rote Fäden durch die Ausstellung ziehen – von den Anfängen bis in die Gegenwart. Das Museum möchte ein Ort sein, an dem wir gemeinsam über unsere Geschichte nachdenken und diskutieren können, ein Spiegelbild der Stadtgesellschaft.
Barrierefreiheit und Erlebnisqualität: Ein Museum für alle
Eines der zentralen Anliegen der Modernisierung ist es, das Museum für wirklich jeden zugänglich zu machen. Die Stichworte sind Barrierefreiheit und Inklusion. Ein neuer Fahrstuhl wird die oberen Geschosse erschließen, und ein cleveres, ebenfalls barrierefreies Leit- und Orientierungssystem wird dich mühelos durch die Ausstellungen führen. Aber es geht um mehr als nur Rampen und Aufzüge. Die gesamte Aufenthaltsqualität wird verbessert. Denk an neue, helle Sonderausstellungsräume, die Platz für innovative Präsentationen bieten. Stell dir vor, du kannst nach einem spannenden Museumsbesuch in der neuen Gastronomie mit einer erweiterten Terrasse entspannen und dabei den Blick auf das grüne Herz Hamburgs, Planten un Blomen, genießen. Diese Öffnung zum Park ist ein Symbol dafür, dass das Museum ein integraler Bestandteil des städtischen Lebens sein möchte, ein Ort der Begegnung und des Verweilens.
Interaktive Einblicke: Hamburgs Menschen im Fokus
Die Neukonzeption der Dauerausstellung verspricht faszinierende Einblicke in die Lebenswelten der Hamburgerinnen und Hamburger. Im zweiten Obergeschoss wird es zum Beispiel einen Bereich geben, der sich dem Thema „Kind sein in Hamburg“ widmet – perfekt für Familien und junge Besucher, um spielerisch die Geschichte zu entdecken. Ein weiteres Highlight wird das „Stadtlabor“ mit einer „Stadt-Lounge“ sein, wo du selbst kreativ werden, mitgestalten und verweilen kannst. Das Museum versteht sich als offener, einladender Ort, an dem die Stadtgesellschaft teilhaben soll. Es lädt dazu ein, die Geschichte der Stadt gemeinsam zu reflektieren und zu diskutieren. Historische Ereignisse werden mit aktuellen Fragestellungen verbunden. Themen, die sich durch die gesamte Geschichte hindurchziehen, sollen mit der gegenwärtigen Stadtgesellschaft interdisziplinär und multiperspektivisch, das heißt vielstimmig, verhandelt werden. Diese interaktiven Elemente und die Möglichkeit, sich selbst einzubringen, werden das Museum zu einem dynamischen Ort des Lernens und Erlebens machen.
Ein Jahrhundertbauwerk im neuen Glanz: Architektur trifft Moderne
Das Gebäude selbst, ein Meisterwerk des Architekten Fritz Schumacher, wird bei der Modernisierung mit größtem Respekt behandelt und gleichzeitig zukunftsfähig gemacht. Die Architekten von Hoskins Architects haben sich vorgenommen, einen denkmalgerechten Rahmen zu schaffen, der die historische Substanz ehrt und gleichzeitig Raum für eine moderne inhaltliche Neuausstellung bietet. Das bedeutet nicht nur die Sanierung der Bausubstanz, sondern auch eine intelligente Neugestaltung des Innenraums. Man spricht von „ungewöhnlichen Blickachsen“, die der Ausstellung ein frisches, modernes Image verleihen und für zusätzliche Spannung sorgen sollen. Stell dir vor, wie die Geschichte Hamburgs durch diese neuen Perspektiven noch lebendiger wird und du dich auf eine ganz neue Weise mit den Exponaten und Erzählungen verbinden kannst. Es ist ein Spagat zwischen Tradition und Innovation, der das Museum zu einem architektonischen und inhaltlichen Highlight machen wird.
Fazit: Vorfreude auf ein neues Kapitel
Die Modernisierung des Museums für Hamburgische Geschichte ist ein gigantisches Projekt, das unsere Stadt nachhaltig prägen wird. Es ist ein klares Bekenntnis zu unserer Geschichte und gleichzeitig ein mutiger Schritt in die Zukunft. Bis Ende 2028 müssen wir uns noch etwas gedulden, aber die Aussicht auf ein barrierefreies, interaktives und inhaltlich neu gedachtes Museum macht die Wartezeit erträglich. Dann können wir uns auf ein Haus freuen, das Hamburgs Geschichte nicht nur bewahrt, sondern sie in all ihren Facetten lebendig werden lässt – für alteingesessene Hanseaten und neue Besucher gleichermaßen. Es wird ein Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart sich begegnen, an dem wir lernen, staunen und uns mit unserer Stadt verbinden können. Ein Besuch wird dann nicht nur eine Reise durch die Zeit, sondern auch eine Entdeckungsreise zu den Wurzeln unserer Identität sein. Wir können es kaum erwarten, die Tore des neuen Museums für Hamburgische Geschichte zu durchschreiten und uns von den frischen Perspektiven auf unsere geliebte Hansestadt begeistern zu lassen!
FAQ
Wann wird das Museum für Hamburgische Geschichte wiedereröffnet?
Das Museum für Hamburgische Geschichte ist seit Anfang 2024 vollständig geschlossen und wird voraussichtlich Ende 2028 nach umfassender Modernisierung wiedereröffnet.
Was sind die Hauptziele der Modernisierung?
Die Modernisierung zielt darauf ab, das Museum barrierefreier, inklusiver, energieeffizienter und digitaler zu gestalten. Zudem wird die Dauerausstellung inhaltlich neu konzipiert, um Hamburgs Geschichte zeitgemäß und interaktiv zu präsentieren und sich stärker zur Stadtgesellschaft zu öffnen.
Wie hoch sind die Kosten für die Modernisierung?
Die Gesamtkosten für die Modernisierung belaufen sich auf 101 Millionen Euro. Davon tragen die Freie und Hansestadt Hamburg 83 Millionen Euro und der Bund 18 Millionen Euro.
Wird es neue Ausstellungsbereiche geben?
Ja, es entstehen neue Sonderausstellungsräume sowie Flächen für die Vermittlungsarbeit, den Museumsshop und eine erweiterte Gastronomie mit Terrasse zum Planten un Blomen Park. Die Dauerausstellung wird komplett neu gestaltet und mit interaktiven Elementen angereichert.
Welche Rolle spielt die Architektur bei der Modernisierung?
Das historische Gebäude von Fritz Schumacher wird denkmalgerecht saniert, während das Innenleben von Hoskins Architects neu gestaltet wird. Dabei werden ungewöhnliche Blickachsen geschaffen, um der Ausstellung ein modernes Image zu verleihen und die Geschichte Hamburgs auf neue Weise erlebbar zu machen.



